drs. (NL) Johan Paul van den Brink

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Lasertherapie

Bei Parodontitisbehandlung

Für die Zahnfleischbehandlung ist die Beseitigung der krankheitsverursachenden Keime in den entzündeten Taschen von großer Bedeutung. Eine Voraussetzung hierfür ist die Entfernung von harten Ablagerungen und die anschließende Glättung der Wurzeloberfläche. Die alleinige mechanische Behandlung ist bei der Abtötung von Bakterien aller Art aber nicht in dem gewünschten Maß erfolgreich.

Der Laser hat eine keimtötende Wirkung, die er mit Hilfe von dünnen Fasern auch in der Tiefe einer Zahnfleischtasche entfalten kann. Dies geschieht bei einem Diodenlaser ohne Schädigung des umliegenden Gewebes, da er nur eine sehr geringe Eindringtiefe besitzt. Es wird vermutet, daß das Laserlicht nicht nur die Keime, sondern auch die sich im Wurzelzement befindlichen bakteriellen Giftstoffe inaktiviert. Zusätzlich wird die innere geschädigte Zellschichtlage der Zahnfleischtasche entfernt. Durch dieses Wirkungsspektrum kommt es zu einer lang anhaltenden, meßbaren Keimzahlverminderung, die mit rein konventionellen Methoden in dieser Form nicht zu erreichen ist.
Der Behandlungserfolg zeigt sich in einem verminderten Blutungsindex und einer Verminderung der Taschentiefe.

In diesem Zusammenhang muß aber auch gesagt werden, daß es sich bei dem Laser um kein Wundergerät handelt. Erst die Kombination von der klassischen Parodontitisbehandlung und der Laserbehandlung hat die gewünschte lang anhaltende Wirkung auf das Bakterienwachstum.

Die Laserbehandlung kann bei Bedarf unter lokaler Betäubung durchgeführt werden und dauert nur einige Minuten. Zum Schutz vor Streustrahlen wird bei der Behandlung eine Schutzbrille getragen. Ein bis zwei Wochen nach der Behandlung kann in der Regel schon eine wesentliche Verbesserung der Ausgangssituation festgestellt werden.

Bei Wurzelkanalbehandlung

Der Einsatz der Lasertherapie bei der Wurzelkanalbehandlung soll helfen, Mißerfolge zu vermeiden, denn die effektive Reinigung und Desinfektion des Kanals ist wichtig für den Erfolg der Behandlung. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, daß die sogar mit relativ geringen Lichtmengen durchgeführte Lasertherapie zu einer vollständigen Beseitigung der vorhandenen Bakterien führte. Dadurch kann die erneute Besiedelung des Zahnbettes durch Keime weitgehend verhindert werden. Selbst bei aussichtslosen Fällen, die früher mit einer chirurgischen Wurzelspitzenresektion behandelt werden mußten, sind beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Für diesen Erfolg scheint auch der Verschluß der Seitenkanäle durch die Lasertherapie verantwortlich zu sein.

Am besten wird die Therapie mit einem Laser durchgeführt, der eine geringe Eindringtiefe besitzt. So kann punktgenau gearbeitet werden, ohne das benachbarte Gewebe zu schädigen. Diese Voraussetzung erfüllt der Diodenlaser mit einer Wellenlänge von 810 nm in hervorragender Weise. Mit einem dünnen flexiblen Glasfaserlichtleiter wird das Licht in den Wurzelkanal geführt. Die Behandlung dauert nur einige wenige Sekunden und kann ohne Betäubung durchgeführt werden. Zum Schutz tragen das Behandlungsteam und der Patient Brillen. So werden Verletzungen der Augen durch Streustrahlen verhindert. Bei Bedarf kann die Lasertherapie in der folgenden Sitzung wiederholt werden. Bei der herkömmlichen Behandlung kommt es häufig zu einer unvollständigen Beseitigung der Brutstätten für Mikroorganismen. Der routinemäßige Einsatz des Lasers in der Praxis hat sich in den letzten Jahren bewährt und geholfen, die Zahl der notwendigen chirurgischen Eingriffe zu vermindern.