drs. (NL) Johan Paul van den Brink

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Implantate

Mit Hilfe von Implantaten wird der alte Menschheitstraum wahr, verlorengegangene Zähne zu ersetzen. Die revolutionierende Entwicklung auf dem Gebiet der Implantologie ist mit dem rasanten Fortschritt der Computertechnologie durchaus zu vergleichen.

Mit dieser Methode können fehlende Zähne ersetzt und Lücken geschlossen werden, wobei das natürliche Erscheinungsbild dem von gesunden, eigenen Zähnen gleicht und eine Unterscheidung zwischen beiden auch für den Fachmann manchmal nur schwer möglich ist. Aber auch lockeren herausnehmbaren Prothesen im Ober- oder Unterkiefer können mit Implantaten wieder ein fester Halt gegeben werden, so daß sie sich zum Beispiel bei dem herzhaften Biß in einen Apfel nicht von ihrem Lager lösen.

Damit das angestrebte Ziel erreicht werden kann, bedarf es aber etwas Geduld. Man rechnet mit einer Behandlungszeit von 2-6 Monaten bis zur vollständigen Wiederherstellung des gewünschten Zustandes. Zuerst wird in einem Besprechungstermin versucht, die individuell beste Lösung zu finden, wobei alternative Behandlungsmethoden diskutiert werden. Bei diesem Termin wird auch über den Kostenrahmen gesprochen und ein Behandlungsplan erstellt. Im Anschluß werden notwendige Vorbehandlungen, die unter anderem prophylaktische Maßnahmen beinhalten, durchgeführt. Für den gewünschten Langzeiterfolg ist neben der Planung die gute Mundhygiene und die anschließende gute Reinigung der Implantate von entscheidender Bedeutung.

Das eigentliche Einsetzen der Implantate dauert ungefähr eine Stunde und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dieser Eingriff ist in der Regel nicht schmerzhaft. Trotzdem sollte im Anschluß eine Ruhephase von mehreren Stunden eingeplant werden.
Manchmal kommt es im Anschluß zu einer Schwellung, die einige Tage anhalten kann. Bei dem Ziehen der Fäden nach einer Woche sind meistens nur noch diskrete Hinweise auf den durchgeführten Eingriff zu finden. Die Implantate selber sind nicht mehr zu sehen.
In der Einheilphase muß 2-5 Monate gewartet werden, bis die Behandlung fortgesetzt werden kann. In diesem Zeitraum liegt ein Zustand wie vor der Implantation vor, in dem bei Bedarf ein oder zwei Kontrolltermine durchgeführt werden können.

Nach Abschluß der Einheilphase werden die Köpfe der vollständig mit Schleimhaut bedeckten Implantate freigelegt, um verschiedene Implantatpfosten ein- und auszuschrauben und eine Abformung durchzuführen, damit zum Ende der Behandlung die neuen Zähne eingegliedert werden können. Diese Zähne sind sofort funktionstüchtig und werden schnell als die eigenen empfunden. Bei optimalen Voraussetzungen und guter Pflege wird in der Literatur eine sehr hohe Erfolgsquote genannt, so daß die von den Patienten häufig beschriebene neue Lebensqualität von langer Dauer ist. Wichtig für die Erhaltung des gesunden und stabilen Zustandes und damit für den Langzeiterfolg ist aber die regelmäßige Prophylaxe und Kontrolle.

Wann darf / kann nicht implantiert werden:

  • Wenn das Knochenvolumen nicht ausreicht, um das Implantat aufzunehmen.
  • Wenn die Mundhygiene nicht perfekt ist.
  • Wenn an den restlichen Zähnen eine Parodontitis / Karies besteht.
  • Wenn gewisse Allgemeinerkrankungen bestehen wie z.B.:

    - Knochenkrankheiten (fortgeschrittene Osteoporose)
    - Schwere, fortgeschrittene Diabetes (Zuckerkrankheit)
    - Fortgeschrittene Herzinsuffizienz
    - Schweren Nieren- und Leberschäden
    - Mangelhafte Immunabwehr (z.B. durch Cortison-Behandlung oder AIDS)
    - Allergien
    - Bei starken Rauchern besteht höheres Risiko

Nach der Implantation:

  • Sollten Sie bitte das Gebiet für einige Stunden mit einem im kaltem Leitungswasser befeuchteten Taschentuch / Handtuch kühlen. Kein Eisbeutel!
  • Sollten Sie bitte nicht mit der Zunge am Implantat herumspielen.
  • Mindestens eine Woche nicht rauchen.
  • Eine Woche kein Alkohol, kein Kaffe oder Schwarztee trinken.
  • Milch- und Käseprodukte vermeiden.

Nach einer Woche werden die Nähte entfernt.
Regelmäßige Kontrollen sind erforderlich!

Ihre Mitarbeit und Ihre Mundhygiene sind von entscheidender Bedeutung für den Implantaterfolg! Plaque oder Zahnstein am Implantat bedeuten ein großes Infektionsrisiko.

Risiken bei der Implantation:

  • Bei Implantationen im Unterkiefer, besteht wie bei anderen Operationen in diesem Gebiet auch, das geringe Risiko einer Nervverletzung. Die Folge: vorübergehende, in sehr seltenen Fällen eine bleibende Taubheit der Lippe.
  • Im Oberkiefer kann die Nasenhöhle oder Kieferhöhle eröffnet werden.
  • Bei Einzelzahnimplantationen können unter Umständen die Wurzeln der Nachbarzähne verletzt werden.
  • Das Implantat kann in sehr seltenen Fällen nicht einheilen, wird abgestoßen.

Allgemeine Operationsrisiken:

  • Blutungen.
  • Schwellungen, Blutergüsse.

Die Vorteile der Versorgung mit Implantaten:

  • Unter der Voraussetzung der richtigen Indikationsstellung, einer schonenden Operationstechnik, und einer perfekten Mundhygiene danach, ist die Erfolgsrate sehr hoch: 95 % nach 10 Jahren (laut Prof. Branemark, in Freiburg, 21.02.1998 ).
  • Sie haben wieder ein Gefühl „wie eigene Zähne".
  • Sie haben die Sicherheit eines festsitzenden Zahnersatzes: nichts wackelt, nichts klappert...
  • Sie stoppen den Abbau Ihres Kieferknochens. (Wenn die Zähne fehlen, schrumpft der Kiefer)
  • Sie verbessern Ihre Lebensqualität und Ihr Selbstwertgefühl erheblich.
  • Sie können wieder fest zubeißen.
  • Gesunde Zähne müssen nicht beschliffen werden
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